Wer trägt eigentlich die IT?

In einem 15-köpfigen Unternehmen ist das die Zahl der Mitarbeitenden, die sich emotional erschöpft fühlen. Gesundheitsförderung Schweiz hat den Wert gemeinsam mit der Universität Bern und der ZHAW erhoben: 2022 waren 30.3 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz in dieser Gruppe, erstmals seit Messbeginn über der 30-Prozent-Marke. Arbeitsbezogener Stress kostet die Schweizer Volkswirtschaft rund 6.5 Milliarden Franken pro Jahr. Die Erhebung 2026 läuft, die neuen Zahlen werden im Jahresverlauf erwartet.

Die Geschäftsführung trägt nicht nur die eigene Belastung. Sie trägt die Summe. Das ist keine Cyber-Geschichte. Das ist eine Führungsgeschichte.

Drei stille Lasten auf den Schultern der Führung

 In vielen KMU liegen drei Lasten über der Führung, die selten laut werden, aber den Kopf rund um die Uhr belegen.

IT ist geschäftskritisch geworden, aber niemand im Haus ist offiziell dafür verantwortlich. In drei von vier Schweizer KMU fehlt ein dediziertes IT-Sicherheitsteam; fast die Hälfte stützt sich auf allgemeine Teams, mehr als ein Viertel auf eine einzige Person (KMU Cybersicherheit 2025, SATW). Oft ist das die Führung selbst. Die Geschäftsführung schaut, dass es läuft. Nebenher. Solange das klappt, fällt das Loch in der Rollenklärung kaum auf; sobald es nicht klappt, merkt man, wie dünn der Boden ist. Wer entscheidet über neue Software? Wer dokumentiert Ein- und Austritte von Mitarbeitenden? Wer spricht mit dem IT Partner ab?

Was dabei selten auftaucht: die verdeckten Kosten. Jede Stunde IT Krise fehlt für Kunden, für Personal, für Strategie. Ein Viertel der Schweizer KMU berichtet, dass psychisch bedingte Ausfälle zugenommen haben. Diese Stunden stehen in keiner Bilanz. Aber sie stehen in der Erschöpfung.

Wer Cybersicherheit, Datenschutznachweise und Softwareentscheide nebenher trägt, löst das Problem nicht. Er schiebt es auf einen Stapel, der ohnehin schon hoch ist. Nur 42 Prozent der KMU halten ihren Schutz für ausreichend, ein Rückgang gegenüber 55 Prozent; nur 30 Prozent verfügen über ein Sicherheitskonzept oder führen regelmässige Schulungen durch (KMU Cybersicherheit 2025, SATW).

_____________________________________________________________________________

Eine IT, die mitdenkt, entlastet die Führung, bevor Belastung zur Erschöpfung wird.

_____________________________________________________________________________

Was eine persönliche IT Abteilung der Führung abnimmt

Entlastung ist kein Slogan. Es ist eine Übergabe. Firewall, Server, Clients, E Mail Sicherheit werden überwacht und gepflegt; die Geschäftsleitung muss keines davon selbst beobachten. Awareness Training, Phishing Simulation und Patches sind dokumentiert und jederzeit abrufbar: niemand wühlt am Abend vor dem Audit in Ordnern. Welche Software zum Unternehmen passt, wann neue Hardware fällig ist, was andere KMU ähnlicher Grösse machen und was sie bereuen: der Entscheid bleibt bei der Führung, die Grundlagen liefert der Partner. Und wenn der Backup Server in der Nacht stolpert, schaut jemand hin, der weiss, was zu tun ist. Die Geschäftsführung hört erst davon, wenn es tatsächlich ihre Entscheidung braucht. Oder auch gar nicht.

Nicht jede Hilfe ist Entlastung

Wer einmal ein Ticket eröffnet und drei Tage gewartet hat, kennt das Gefühl. Das System hat die Anfrage angenommen. Aber niemand am anderen Ende kennt den Kontext: dass heute ein wichtiger Kundentermin ansteht, dass dieser Server der einzige Zugang zu den Produktionsdaten ist, dass morgen eine Deadline nicht verschoben werden kann. Und wenn sich jemand beim Dienstleister endlich eingearbeitet hat und das Unternehmen wirklich kennt, wechselt er die Stelle.

Das ist kein Vorwurf. Es ist ein strukturelles Problem vieler IT Modelle. Entlastung braucht Kontinuität: einen Ansprechpartner, der nicht nur zuständig ist, sondern wirklich da ist. Und der beim nächsten Anruf noch weiss, wie das Unternehmen heisst.

Einfach reden

 Wer sich fragt, welche IT Aufgaben in seinem Unternehmen eigentlich auf welchen Schultern liegen sollten und was davon realistisch abzugeben ist, kann das gerne mit Oliver Hunziker besprechen. Kein Fragebogen, kein Verkaufsgespräch. Einfach ein Gespräch.

Direktkontakt


Mehr info